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Tobias Pastl - Vertriebsleiter bei Abel ReTec
Kategorie
Photovoltaik

Neujahrs-Interview mit Tobias Pastl - Neues aus der PV-Branche, aktuelle Zahlen

Neues aus der Photovoltaik-Branche, aktuelle Förderungen und Antwort auf die Frage, ob sich PV-Anlagen noch lohnen? Interview mit Tobias Pastl, Vertriebsleiter der Firma Abel ReTec in Engelsberg


Redaktion: Herr Pastl, Sie machen Werbung mit dem Slogan „Photovoltaik lohnt sich wieder – mit modernsten Stromspeichern“ - wie belegen Sie das?
Tobias Pastl (lächelt): Danke für diese Frage! Bis vor ca. vier Jahren hatten wir in der PV-Branche etwas mit der eher unattraktiven Einspeisevergütung, relativ hohen Modulpreisen und der in vielen Augen noch als unausgereift geltenden Speichertechnik zu kämpfen. Wir sind jetzt in der schönen Situation, dass die Modulpreise enorm günstig sind, die Installationskosten aufgrund unserer versierten Fachleute sehr fair kalkuliert werden und wir effiziente Hochleistungsspeicher anbieten können. Unter diesen Voraussetzungen lohnt sich eine Photovoltaikanlage wieder, weil der Kunde sauberen Strom selbst produziert, durch den Speicher viel mehr davon nutzen kann und sich somit von den Energieriesen und steigenden Strompreisen unabhängig macht. Mal davon abgesehen, haben unsere Anlagen Renditen zwischen 5 % und 8 %.

Redaktion: Abel ReTec wirbt außerdem mit der Behauptung „0 € Stromkosten“ für Kunden zu ermöglichen, wie erklären Sie das?
Tobias Pastl: Geht man von einem normalen Haushalt mit ca. 1.500 € Stromkosten bzw. 5.500 kWh Verbrauch aus, können mit Hilfe einer PV-Anlage und eines Speichers ca. 60 % des Strombedarfs selbst produziert und selbst gedeckt werden, entsprechend senkt der Kunde auch seine Stromkosten um 60 %. Unsere Speicher, die sonnenBatterien, können mit anderen Speichern in der sog. sonnenCommunity“ vernetzt werden. Dabei offeriert der Speicherhersteller, die sonnen GmbH, die Möglichkeit, sich als Mitglied dieser sonnenCommunity eine Flat zu buchen und bis zu 8.000 kWh kostenlos zu erhalten, somit hat der Haushalt die vorher erwähnten 0 € Stromkosten.
 
Redaktion: Klingt zu gut, um wahr zu sein. Die Mitgliedschaft in der sonnenCommunity ist doch sicher nicht kostenfrei, sind das dann nicht versteckte Kosten, Herr Pastl?
Tobias Pastl: Die sonnenFlat kostet je nach Strombedarf zwischen 19,99 € bzw. 29,99 € monatlich. Es handelt sich hierbei aber nicht um Stromkosten, sondern um Mitgliedschaftsgebühr, Anmeldung, Verwaltungs- und Abrechnungskosten, die man bei einem normalen Stromanbieter beispielsweise in Form der Zählergebühr oder Grundgebühr auch hat. Der Strom an sich ist im Rahmen der Flatrate kostenfrei. Die meisten unserer Kunden können mit der Einspeisevergütung, die ja immer noch gezahlt wird, die Monatsgebühr mehr als decken, kommen somit tatsächlich auf 0 € Euro Kosten und verdienen sogar noch Geld.

Redaktion: Wie flexibel sind die sonnenCommunity und die sonnenFlat? 
Tobias Pastl: Sehr flexibel, es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar. Verschiedene Stromanbieter, andere Speicherhersteller und neuerdings sogar Firmen wie Ikea bieten auch günstigen, sauberen Strom aus virtuellen Netzwerken an. Hierfür muss der Besitzer der PV-Anlage aber meist die Einspeisevergütung aus seiner Anlage abtreten und bindet sich bis zu 20 Jahre an den Anbieter. Das ist unflexibel und bei der sonnenCommunity definitv nicht der Fall. Beim offiziellen Vergleich verschiedener Speicherhersteller und deren Stromtarifen durch EUPD Research hat das Gesamtangebot der sonnen GmbH inkl. der sonnenFlat als Testsieger mit den fairsten Konditionen abgeschlossen. 
 
Redaktion: Das Konstrukt der sonnenCommunity ist auf den ersten Blick recht abstrakt, können Sie es den Lesern etwas eingängiger erklären?
Tobias Pastl: Ja. Durch die Vernetzung vieler sonnenBatterien entsteht ein virtuelles Netzwerk aus Speichern, die sonnenCommunity. In  dieser kann Strom untereinander getauscht werden. Das funktioniert in ganz Deutschland. Strom aus Norddeutschland wird eingespeist und bspw. für Mitglieder in Hessen nutzbar gemacht. Im Sommer 2018 wurde enorm viel Sonnenstrom aus Bayern für norddeutsche Verbraucher zur Verfügung gestellt. Systeme wie die sonnenCommunity lösen sozusagen mittelfristig das schwierige Problem der Stromtrassen. Aber das ist noch nicht alles. Die sonnenCommunity dient auch der Netzstabilisierung. Das deutsche Stromnetz ist Schwankungen ausgesetzt, die zum Ausfall der Energieversorgung führen können. Die sonnenCommunity nutzt freie Kapazitäten ihrer angeschlossenen Speicher und drückt überschüssige Energiemengen in diese Speicher, damit wird das Netz stabilisiert und die sonnenCommunity wird Teil der deutschen Stromversorgung. Die sog. Präqualifikation zur Teilnahme am Regelenergiemarkt ist der sonnen GmbH noch letztes Jahr erteilt worden. Sonnen ist der einzige Anbieter, der dies bis jetzt geschafft hat. Geplant ist demnächst 100 Megawatt Leistung über die sonnenCommunity im deutschen Stromnetz nutzbar zu machen. Nur so geht die Energiewende  – grün produzierten Strom erzeugen, speichern und deutschlandweit nutzbar machen. Für unsere Kunden vermittelt das zu den attraktiven Einsparungen und der Unabhängigkeit von den Stromanbietern auch noch das gute Gefühl die Energiewende aktiv mitzugestalten. Und das bei der Sicherheit mit 100 % Strom kostenlos versorgt zu werden.
 
Redaktion: Mit welchen Kosten muss man rechnen, wenn man sich eine Photovoltaikanlage
mit Speicher anschafft? 

Tobias Pastl: Wir können da leider keinen Pauschalpreis angeben. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Neigungswinkel des Daches, Art der Bedachung, Schneelastzone und noch einigen mehr. Wir beraten unsere Kunden und bieten eine für sie maßgeschneiderte Anlage an. Nur so können unnötige Kosten vermieden werden. Viel wichtiger ist doch, dass die Anlagen absolut rentabel sind und als zukunftsträchtige Geldanlage dienen. Banken finanzieren PV Anlagen von Abel ReTec erfahrungsgemäß zu sehr guten Konditionen.
 
Redaktion: Wie ist es jetzt mit dem Schnee auf der Photovoltaikanlage?
Tobias Pastl: Logischerweise erzeugt man bei geschlossener Schneedecke auf der Anlage keinen Strom. Kunden, die die oben genannte sonnenFlat gebucht haben, bekommen aber trotzdem ihren kostenlosen, sauberen Strom aus der sonnenFlat – ein weiterer großer Vorteil. Egal wann die Kunden den Strom verbrauchen, ob Tag, Nacht, Sommer oder Winter, sie nutzen die gewählte Freimenge kostenlos. 
 

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