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Rund um ABEL ReTec und das Thema Biogas

 

06.11.2013

Einweihung - Biogasanlage Lauterhofen läuft... !

Bei Lauterhofen wurde eine Anlage errichtet, welche die Stromversorgung von ca. 3000 Haushalten mit regenrativem Strom ermöglicht.

BGA Lauterhofen - Ansicht Biogasaufbereitung

Mit einem Erntefest haben die Betreiber der Biogasanlage Lauterhofen-Süd (BGA) die neue Anlage, deren Baubeginn im Frühjahr 2012 war, vorgestellt. Geplant hat diese bislang größte derartige Anlage in den Landkreisen Neumarkt und Amberg, die Firma ABEL ReTec GmbH & Co. KG aus Engelsberg bei Altötting, die auch für die Betriebsführung sorgt. Betreiber der Anlage ist die „BGA Lauterhofen GmbH & Co. KG“.

Hauptbestandteile dieser Anlage, die von der Firma Schmack Biogas errichtet wurde, sind ein Fahrsilo mit vier Kammern (je rund 112 mal 30 Meter), zwei Gärbehälter mit jeweils 3000 Kubikmetern Volumen, ein Nachgärbehälter mit 4000 Kubikmetern, zwei Substratlager mit je 5800 Kubikmetern und eine Biogasaufbereitungsanlage, in der der größte Teil des erzeugten Biogases auf Erdgasqualität aufbereitet wird. „Gefüttert“ wird die Anlage mit jährlich rund 40 000 Tonnen an Rohstoffen. Diese werden von mehr als 50 Landwirten aus einem Umkreis von 15 Kilometern geliefert. Im Gärrest verbleiben die mineralischen und nicht abbaubaren organischen Bestandteile (Humusbasis), die als Dünger von den Landwirten wieder zum Anbau der nachwachsenden Rohstoffe eingesetzt werden. Die Anlage wird laut dem Projektleiter mit einem sehr geringen Maisanteil von 30 Prozent betrieben. Nahezu die Hälfte der eingesetzten Rohstoffe seien Gräser aus der Landschaftspflege.

Dafür brauche es eine robuste Technik. Insbesondere seien spezielle Rühr- und Fördertechnik eingebaut worden.Bürgermeister Peter Braun und die Markträte waren vor Ort und ließen sich die Anlage von Projektleiter Andreas Haberger erklären. Er erklärte, dass mit dieser Anlage pro Stunde 400 Kubikmeter Bioerdgas erzeugt und in das Netz der Bayernwerke GmbH eingespeist werden. Danachwerden das Bioerdgas im Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadtwerke Passau in Strom und Wärme umgesetzt. Der erzeugte Strom reiche, um mehr als 3000 Haushalte zu versorgen. Überschüssiger Strom werde mittels eines Energiedienstleisters direkt vermarktet. Im Sommer oder bei geringem Wärmebedarf diene das Erdgasnetz als Speicher, wodurch ein bedarfsgerechter Betrieb des BHKW ermöglicht werde. Diese Art der Biogaserzeugung stelle, so sagte der Projektleiter, eine hocheffiziente Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe dar.

Die Rohstoffmanager für diese Anlage von der Firma ABEL ReTec GmbH & Co. KG sind Dr. Volker Kühnen und Klaus Diller. An der Anlage beschäftigt sind zwei Personen aus dem Raum Lauterhofen.
Der Projektleiter sagte, die Anlage biete den Landwirten eine alternative Nutzung für Flächen, die als Folge der rückläufigen Viehhaltung weder für Nahrungs- noch für Futtermittelerzeugung benötigt werden. „Die Aufbereitung von Biogas ist energetisch hocheffizient und kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten“, sagte Haberger.

Link zu Originalartikel Mittelbayerische Zeitung - 07.11.2013

Link zu Originalartikel Neumarkter Tagblatt/Nachrichten - 08./09/.11.2013